Pamepa

Pamepa war mein zweiter, und diesmal ernsthafterer Versuch, eine Kunstsprache zu erschaffen. Ich habe das ursprüngliche Konzept des Mame weiterentwickelt, indem ich den Bestand an Grundwörtern, aus denen die Komposita zusammengesetzt werden, erweiterte. Später wurde dieser Grundwortschatz ins Loimepa übernommen.

Ich vergrößerte den Lautbestand des Pamepa sehr, um für alle Grundwörtern das Grundmuster Konsonant + Vokal bzw. Vokal + Konsonant einhalten zu können. Ich verzichtete beim Loimepa auf die Trennung zwischen alleinstehenden Grundwörtern und deren besondere Kompositumsform. Ich führte quasi alle Sprachlaute, die mir zu diesem Zeitpunkt geläufig waren, ins Loimepa ein. Dies führte zu einem recht vielfältigen Klang der Sprache. Ein Freund, dem ich damals Beispielsätze in Loimepa vorsprach, sagte, dass ihn der Klang der Sprache an das Ungarische erinnerte. Wenn man den Lautbestand und die Wortstruktur des Ungarischen betrachtet, ist dieser Vergleich sogar recht passend.

Die Grammatik war ursprünglich auch auf das Allernotwendigste reduziert. Eine Flexion gab es nicht, eine Syntax war im Prinzip auch nicht vorhanden. Ich bildete Sätze alleine nach meinem Sprachgefühl und meiner Intuition. Später führte ich eine Deklination und eine Konjugation ein. Diese waren aber noch recht primitiv und rudimentär, entsprachen aber mehr den gesteigerten Anforderungen, die ich an meine Kunstsprachen zu stellen begann.

Ich entwickelte für das Loimepa, genau wie für das Mame, eine eigene logographische Schrift. Ich bildete relativ willkürlich Symbole, die ich aus den Buchstaben des lateinischen Alphabetes oder aus geometrischen Formen ableitete. Die Zeichen hatten dabei keinerlei bildlichen Bezug zu den Begriffen, für die sie standen.

Leider ist von den Aufzeichnungen zu Pamepa nichts mehr erhalten geblieben, da ich sie dummerweise wegwarf. Heute bereue ich das sehr, da Pamepa ein wichtiger Schritt in der Entwicklung meiner Kunstsprachen war. Nur kurz darauf entwickelte ich das Loimepa, mit dem meine Sprachen langsam das Laufen lernten. Im Loimepa sind die Erkenntnisse, die ich durch die Beschäftigung mit Mame und Pamepa erwarb, zusammengeflossen.