Melánisch

Das Melánische ist wie das Loimé eine Tochtersprache des Mámé. Doch im Gegensatz zum Loimé hat das Melánische eine sehr starke Entwicklung in Morphologie und Phonetik durchlaufen. Die Flexion ist stärker abgeschliffen als im Loimé. Wie weit diese Abschleifung der Endungen geht, ist mir aber selbst noch nicht klar. Auch die Sprachlaute haben sich stärker verändert. So fand u.a. eine Palatalisierung von Konsonanten statt, was zu vielen Zischlauten führt. In dieser Hinsicht wird sich das Melánische wohl am Polnischen orientieren, das diese lautlichen Phänomene ebenfalls sehr stark aufweist.

Diese einzigartige Entwicklung hängt mit der Geschichte des Melánischen ab. Die Sprache entstand, nachdem ein Großteil der Bevölkerung des Kaiserreiches Mámé nach einem Bürgerkrieg aufgrund von Thronfolgestreitigkeiten in den Westen ins Exil gewandert ist. Später noch sollen die Melánier ihren Anspruch auf den Kaiserthron geltend machen. Durch den Kontakt mit anderen Sprachen in der Fremde und durch die Isolation vom Kaiserreich machte die Sprache eine ziemlich starke Entwicklung durch. Trotzdem haben die Melánier ein starkes Bewusstsein für ihr sprachliches Erbe und halten das Mámé als Gelehrtensprache hoch in Ehren.

Konzeptionell leitet sich das Melánische vom Cleaulem ab, nimmt also in meiner Welt dessen Rolle ein. Dabei wird das Melánische nur noch wenig mit der Sprache Cleaulem gemeinsam haben, schon deshalb weil beide Sprachen vollkommen unterschiedliche Strukturen aufweisen.