Katner

Von seiner Idee her ist das Katnurische (Katner) eine der ältesten meiner Kunstsprachen. Ich fertigte einmal recht umfangreiche Aufzeichnungen zu Grammatik und Wortschatz dieser Sprache an, die ich aber leider wegwarf und an deren Inhalt ich mich nicht mehr erinnern kann, außer dass ich für diese Sprache eine Schrift entwarf, die in ihrer Form ein Klon der von Tolkien erfundenen Tengwar (Elbenschrift) war.

Katnurisch, auch Katner oder Ketner genannt (die verschiedenen Namensvariationen stammen aus der Frühzeit dieser Sprache, in der ich mit dem Namen experimentierte), wird eine agglutinierende Sprache werden. Dabei orientiere ich mich hauptsächlich am Quechua und am Finnischen. Während Quechua für den Sprachbau Pate stehen wird, soll die Lautstruktur dem Finnischen ähnlich werden, nur mit einem größeren Konsonantenbestand.

Die Struktur wird also Ähnlichkeiten mit dem Quechua haben, wobei ich keinen einfachen Klon des Quechua erschaffen will, sondern der Sprache einen eigenen strukturellen Charakter verleihen möchte. Das Katnurische wird aber definitiv in ihrem Kern keine den indoeuropäischen Sprachen ähnliche Sprache werden. Lautlich wird die Sprache zwischen kurzen und langen Vokalen und Konsonanten unterscheiden und recht viele Diphthonge beinhalten, was sie dem Finnischen ähnlich machen wird.

Katnurisch wird von einem Volk gesprochen, das in einer recht trockenen Steppe in der Mitte des Hauptkontinents ohne Zugang zum Meer lebt. Von seiner Grundstruktur her ist das Volk matriarchalisch geprägt, das heißt dass die Frauen die dominierende Rolle in der Gesellschaft spielen. Dieses Matriarchat soll sich auch in der Sprache selbst niederschlagen (z.B. evt. mit einem generischen Femininum). Jeder Katnurer hat einen Vornamen und ein Matronym, ist also nach der Mutter benannt und definiert sich über die mütterliche Ahnenlinie. Das Volk unterteilt sich in verschiedene Stämme, die jeweils von einer weiblichen Führerin geleitet werden.

Eine Besonderheit in der Verbkonjugation wird die Darstellung der Voluntarität sein. Bei jeder Handlung muss man gleichzeitig mit angeben, in welchem Grade diese Handlung freiwillig ist. Dabei wird diese Unterscheidung sehr differenziert sein. So muss man angeben, ob man etwas gerne tut, aus Freundschaft oder aus Zwang. Ob dieser Zwang beispielsweise wirtschaftlicher Natur ist oder ob man von einer anderen Person gepresst oder genötigt wird, etwas zu tun. Ob man etwas nicht so gerne tut, es aber trotzdem als seine Pflicht betrachtet usw. usf. Diese Unterscheidung wird eines der Hauptfeatures dieser Sprache darstellen.

Es soll eine eigene Schrift für das Katnurische geben, über deren Charakter ich mir noch nicht ganz im Klaren bin. Wahrscheinlich wird es eine Art Symbolschrift werden, die weniger die Sprache genau kodiert, sondern eher den groben Inhalt des Textes widergeben und dem Erzähler als Gedächtnisstütze dienen soll.