Ilrau

Ilrau ist eine besondere Sprache, auch im Kanon meiner anderen Kunstsprache. Sie ist die einzige meiner Kunstsprachen, die nicht in derselben Welt gesprochen wird wie die anderen Sprachen. Sie stand schon immer für sich allein. Später kam mir dann der Gedanke eines Planeten, auf dem Ilrau die Amtssprache ist, die Sprache der „Republik Ilrau“.

Ich wollte mit Ilrau zum ersten Mal eine Sprache entwickeln, die einen umfangreichen und ausdifferenzierten Wortschatz aufweist, der nicht auf plumpe Komposita wie Mame oder Loimepa angewiesen war. Leider habe ich das Projekt nicht weiter verfolgt. Ich erschuf lediglich einige wenige Wörter für diese Sprache, und die sind auch noch verschollen. Ich weiß nicht, ob ich sie jemals wieder finden werde. Auf jeden Fall übernahm schließlich Kleaulem die Rolle als erste Sprache, der ich ein umfangreiches Vokabular gab.

Ilrau hielt ich lange Zeit für verschollen. Ich dachte, die Aufzeichnungen hätte ich ebenso wie beim Pamepa weggeworfen. Doch beim Durchstöbern einer alten Kiste fand ich die Aufzeichnungen zur Grammatik des Ilrau zusammen mit umfangreichen Aufzeichnungen des Merilindischen, an die ich mich nicht mal mehr erinnern konnte. Die Grammatik des Ilrau zeichnete ich auf einigen mit einer Büroklammer zusammengehaltenen losen Blättern auf.

Die Sprache war als klassische flektierende Sprache gedacht. Es gibt eine relativ ausgefeilte Deklination und Konjugation. Man sieht aber vor allem an den Begriffen, die ich benutzte, dass ich noch ganz am Anfang stand und dass ich mir erst noch das nötige grammatische Verständnis und die Fachbegriffe aneignen musste. Doch Inzwischen habe ich dies nachgeholt und kann das Ilrau heute umso besser beurteilen und die intuitiv richtigen Entscheidungen, die ich damals traf, umso höher schätzen.

Ich schuf für das Ilrau ein eigenes Alphabet, das relativ einheitlich aufgebaut war. Es basierte auf einer senkrechten Linie als Basis, von der andere Linien abgehen und so die einzelnen Buchstaben bilden. Die Transkription des Ilrau in die lateinische Schrift ist noch sehr ungelenk und doch recht naiv. Ich habe sie deshalb für die Beschreibung auf dieser Website angepasst, werde aber die originale Transkription trotzdem beifügen, um die Entwicklung deutlich zu machen.